Medizin

Aus Mitragyna speciosa

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Viele haben Kratom als natürliches Mittel zur Behandlung chronischer Schmerzen gefunden. Weitere Anwendungsgebiete sind Durchfall, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depressionen, Fieber, Coitus interruptus, Schlaflosigkeit und Muskelverspannungen.
Die Wirkung tritt nach der Einnahme innerhalb von 5-20min ein.
Kürzlich wurde Mitragynine in Neuseeland für den Methadonsuchtentzug verwendet.
Sie werden geraucht,gekaut oder zu einem Extrakt verarbeitet.Man kann das Pulver auch mit heißem Wasser aufbrühen und dann als Tee trinken. Mitragynin ist der Hauptwirkstoff und ist offensichtlich gut verträglich und zeigt auch bei sehr hohen Dosen von bis zu 920 mg/kg Körpergewicht keinerlei toxischen Wirkungen. In den Blättern des Kratoms findet man mehrere Indolalkaloide: Mitragynin, Ajmalicin, Corynanthedin, Isomitraphyllin, Mitraphyllin, Mitraversin, Paynanthein, Speciogynin, Speciofolin, Speciophyllin, Stipolatin, Rhynchophyllin, Mitragynalin, Corynantheidinalin, Mitragynalinsäure und Corynantheidinalinsäure. Mitragynin ist der Hauptwirkstoff und ist zu 66% in dem Gesamtalkaloidgemischs enthalten. Die Wirkung setzt beim Kauen von Kratom schon nach 5 bis 10 Minuten ein. Es kommt zu einer Steigerung der Erregbarkeit des cranio-sacralen und des sympatischen Teiles des autonomen Nervensystems, außerdem zu einer Steigerung der Erregbarkeit der Medulla und der motorischen Zentren des ZNS. Daher ist die Wirkung durchaus paradox, da es einerseits stimulierend wie Coca und dämpfend wie Opium ist. Es wird berichtet das Kratom auch sehr erfolgreich in Südostasien zum Alkoholentzug eingesetzt wird. Es wird auch an der Behandlung des ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitssydndrom) geforscht, da berichtet wird das sich damit die Symptome der Krankheit behandeln lassen.
Kratom wirkt stimmungsaufhellend. Einige Menschen haben Kopfschmerzen oder Übelkeit nach dem Gebrauch von Kratom. In Thailand wurden Versuche zur Therapie von Opium und Alkoholanhängigen erfolgreich abgeschlossen. Die Tuk Tuk-Fahrer in Thailand konsumieren dieses Kraut,um ihren harten Arbeitstag zu überstehen. In kleinen Dosen wirkt es ähnlich wie Kaffee. In sehr hohen Dosierungen kann man die Wirkung mit der des Opium vergleichen. In Thailannd wird Kratom wegen seiner Wirkung verehrt. Kratom macht nach aktueller Forschungslage nicht körperlich abhängig. Im Moment besteht in Thailand die Todesstrafe auf Besitz und Konsum. Es gibt allerdings Bestrebungen, dieses Kraut wieder freizugeben. In sehr hohen Dosierungen über einen längeren Zeitraum kann es zu einer leichten psychischen Abhängigkeit kommen.

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